Anführungszeichen veränder sich beim Herauskopieren

Dieses Thema im Forum "Hilfe und Support" wurde erstellt von Thesi, 23. November 2021.

  1. Thesi

    Thesi New Member

    Hallo, ich bin neu bei Papyrus!
    Ich nutze eigentlich (bis jetzt) Scrivener, habe mir aber Papyrus für die Stilanalyse zugelegt. Ich kopiere also Kapitel aus Scrivener in Papyrus, überarbeite sie dort und kopiere sie dann zurück. Leider erscheinen in Scrivener dann aber falsche Anführungszeichen. Statt Anführungszeichen oben und unten sind alle Anführungszeichen gleich, nämlich unten. Wenn ich nach Word kopiere, passiert das nicht.
    Woran könnte das liegen? Oder muss ich dafür eher ins Scrivener-Forum? :D
    Danke!
     
  2. Waldfried

    Waldfried Well-Known Member

    Hallo Thesi!
    Alle Anführungszeichen unten? Hm, das ist komisch. Und in Papyrus sieht es (vor und nach der Bearbeitung) noch so aus, wie es soll? So wie du es in Papyrus kopierst, müsste es auch im anderen Programm ankommen. Vielleicht meldet sich jemand mit einem Tipp, der Scrivener auch benutzt.
     
  3. Füllwort

    Füllwort Well-Known Member

    Speichert Scrivener nicht auch RTF?
    Das kannst Du in Papyrus direkt öffnen. Wie sieht es dann aus?
     
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  4. cdf.klugmann

    cdf.klugmann Active Member

    Befindet sich zwischen dem letzten Zeichen (Punkt, Buchstabe o.a.) und dem abschließenden Anführungszeichen ein Leerzeichen?
    Wenn dies so ist, nimmt Scrivener vermutlich an, dass eine wörtliche Rede beginnt und setzt deshalb das Anfphrungszeichen nach unten.
    (nur eine Vemutung. Ist mir beim kopieren in ein anders Programm schon passeirt).

    Gruß vom linken Niederrhein

    Klaus
     
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  5. Pamina22

    Pamina22 Well-Known Member

    Hallo, @Thesi,
    ich habe jetzt nicht alle Versionen ausprobiert, aber ich glaube, am besten geht es, wenn du in beiden Programmen die Anführungszeichen "Buchdruck umgedreht" (»«) verwendest.
    Ich habe das mal an zwei Beispielsätzen ausprobiert.
    Im 1. Fall waren in beiden Programmen die Anführungszeichen auf "Buchdruck umgedreht" eingestellt. So sieht das Kopierergebnis von Papyrus nach Scrivener aus. (Alle Beispiele beziehen sich nur auf die Kopierrichtung Papyrus --> Scrivener.)
    »Ich fühl mich scheußlich!« Er rappelte sich auf.
    Keine Beanstandung.

    Im 2. Fall hatte ich in Papyrus die Anführungszeichen auf "deutsch", also unten und oben gesetzt, in Scrivener "Buchdruck umgedreht" beibehalten.
    Das Ergebnis sah so aus:
    „Ich fühl mich scheußlich!» Er rappelte sich auf.
    Passt nicht so richtig zusammen.

    Im 3. Fall habe ich in beiden Programmen die Anführungszeichen auf "deutsch" eingestellt.
    Das sieht so aus:
    „Ich fühl mich scheußlich!„ Er rappelte sich auf.
    Auch nicht befriedigend.

    Vielleicht magst du ja noch an weiteren Kombinationen herumspielen. Aber wenn du einen fiktionalen Text schreibst, würde ich dir zu der ersten Version raten. Da scheint es keine Probleme zu geben.

    Nur Vorsicht, falls du einen wissenschaftlichen Text, z.B. für eine Uni, schreiben willst. Hochschuldozenten lassen über solche Texte gerne die Software "Plagscan" laufen, die wir auch in der Schule haben, um mögliche Plagiate zu identifizieren. Ich hatte das mal an einem meiner fiktionalen Texte mit den Anführungszeichen "Buchdruck umgedreht" ausprobiert. Ergebnis: Der Text war ein vollkommenes Plagiat. Bestimmt 80 - 90% Beanstandungen. Offenbar erkennt Plagscan diese umgedrehten Anführungszeichen nicht als Zitatzeichen. Also habe ich das Ganze abgeändert auf "deutsche" Anführungszeichen und Plagscan war total im grünen Bereich, nur zwei oder drei Sätze wurden beanstandet, aber die hätte jeder irgendwo mal schreiben können.
    Wenn du also nicht gerade deine Dissertation schreibst, fährst du mit den umgedrehten Anführungszeichen in beiden Programmen am besten, vorausgesetzt, sie sind beide in den Optionen entsprechend eingestellt.
     
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  6. Berti

    Berti Well-Known Member

    Vermutlich falsch gesetzte Leerzeichen! Um das zu verdeutlichen, ersetze ich mal die Leerzeichen durch _.
    Er_sagte: _"Das_Buch_finde_ich_gut!",_und_erhob_sich_aus_seinem_roten_Sessel.
     
  7. Pamina22

    Pamina22 Well-Known Member

    Ich habe zwischen meinem Ausrufezeichen und dem schließenden Anführungszeichen auch kein Leerzeichen. Trotzdem hat es in Beispiel 2 und 3 nicht geklappt.
     
  8. Berti

    Berti Well-Known Member

    Ich habe es gerade mal ausprobiert:
    • Mit Menü Bearbeiten ⇨ Menüpunkt SpeziellAlle Anführungszeichen im Text/Block typografisch wird zwar alles richtig gewandelt, aber Papyrus meckert immer noch Nichtpassendes Anführungszeichen, das auch mit Alles Aktualisieren nicht weggeht.
    • Möglicherweise steckt da ein Käfer, @Ulli!??
     
  9. AndreasE

    AndreasE Well-Known Member

    @Thesi, es wäre wichtig zu wissen, ob sich das Beschriebene auf einem Mac oder einem Windows-PC abspielt.
     
  10. Stolpervogel

    Stolpervogel Well-Known Member

    Hallo @Thesi,
    bei Scrivener 3 musst du ggf. die "Deaktiviere typografische Anführungszeichen … bla bla …. im Skript Modus" Funktion explizit deaktivieren, nachdem die Verwendung von typographischen Anführungszeichen festgelegt wurde. Generell ist dieser Haken unter "Einstellungen - Korrekturen" zu finden.
    Wenn diese Funktion aktiviert, also angehakt, bleibt, kannst du nur im Vollbildmodus die richtigen Anführungszeichen "Pasten", nicht aber in den anderen Schreibmodi.

    Die nötigen Einstellungen sind bei Mac und Windows leider noch immer leicht anders vorzunehmen für dieses Thema.
    Falls du es nicht selbst direkt findest, kann ich dir eine PM schreiben mit den Schritten. Sag nur vorher, welches Betriebssystem du nutzt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. November 2021
  11. AndreasE

    AndreasE Well-Known Member

    Die einfachste Lösung wäre natürlich, die Texte aus Scrivener nach Papyrus herüberzukopieren, zu überarbeiten und dann in Papyrus zu lassen! Das Manuskript hier nach und nach zusammenzusetzen und es am Schluss mit den typografischen Möglichkeiten von Papyrus (die denen von Scrivener weit überlegen sind und vermutlich immer sein werden, weil der Entwickler von Scrivener sein Programm ausdrücklich für das Erstellen eines first draft entwickelt hat) aufzubereiten, sei es als Manuskript für einen Verlag, als eBook oder als fertige Druckvorlage für ein Buch. Das ist auch nicht schwieriger, als mit der nicht unkomplizierten Compile-Funktion von Scrivener zurechtzukommen.
     
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