Gendern um jeden Preis

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Manuela K., 15. Februar 2021.

  1. Greifenklau

    Greifenklau Well-Known Member

    Zu Absatz 1) möchte ich einwenden, dass man durchaus gegen etwas argumentieren kann, ohne sein höfliches Niveau verlassen zu müssen. Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, warum man sein eigenes gutes Niveau (wenn man es denn auch hat) verlassen und sich auf ein niedrigeres Niveau begeben muss, nur um seine Gedanken und Argumente darzulegen.

    Zu Absatz 2) Da stimme ich Dir voll zu. So etwas beunruhigt mich immer und es ist kein Einzelfall, dass Verantwortliche in pädagogischen Bereichen ihre Stellung ausnutzen, um ihre politische und sonstige Meinung unbefestigten Geistern aufzudrücken.
     
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  2. Berlinschreiber

    Berlinschreiber Well-Known Member

    Logisch.
    Wenn ich zu einem Kind sage "Mal mal nen Arzt", dann ist doch klar, dass es einen Mann malt.
    Wenn ich möchte, dass es eine ÄrztIN malt, dann sollte das auch so kommuniziert werden.
    Und nicht so:
    "Liebe-Sternchen-R Sören-Nils-Kevin-Melanie-Janine-Chantal! Wenn ich dir sage, du sollst einen Arzt malen, dann mal bitte eine Frau, weil: Arzt kann Mann ODER Frau sein. Eine ÄrztIN hingegen kann NUR eine Frau sein."
    Da würde ich als Sören-Nils-Kevin-Melanie-Janine-Chantal sagen: "Hääää?" :unsure:
     
  3. Pamina22

    Pamina22 Well-Known Member

    Seltsam. Ich als Frau habe mich da nie ausgeschlossen gefühlt ...
     
  4. Pamina22

    Pamina22 Well-Known Member

    Vielleicht hätte der Auftrag anders formuliert werden sollen. Es war ja nicht die Aufgabe, eine Ärztin zu malen, sondern einen männlichen oder weiblichen Arzt. Wenn ich das richtig verstanden habe, durften sich die Kinder aussuchen, welches Geschlecht die Person auf ihrem Bild verkörpert.
    Und dafür hätte ich einfach gesagt: Malt mal eine Person, die von Beruf Arzt ist. Das könnte sowohl einen Arzt als auch eine Ärztin meinen.
     
  5. Berlinschreiber

    Berlinschreiber Well-Known Member

    Sag ich doch! :whistle:
    Das ist die Frage. Wie lautete die Anweisung an die Kinder?
    "Mal einen Arzt" - dann darf man sich nicht wundern, wenn nur Ärzte rauskommen.
    "Mal eine Ärztin" - dann sollte eindeutig eine Frau rauskommen
    Die einzige politisch korrekte Anweisung mit Wahloption ist eigentlich: "Mal doch mal was Verarztendes!" :ROFLMAO:
     
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  6. Greifenklau

    Greifenklau Well-Known Member

    "Medizinisch agierendes Wesen."
     
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  7. Suse

    Suse Well-Known Member

    Pille von Raumschiff Enterprise
     
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  8. Sentinel

    Sentinel Active Member

    Wurde geschicktgendern.de schon erwähnt? Laut deren langer Liste wäre die korrekte Schreibweise: "Person im ärztlichen Dienst; ärztliches Fachpersonal".
    Nicht, dass mein schreibendes Herz nicht bluten würde bei solchen Konstrukten... Ich sehe gerade, dass ich das Wort Antagonist dann auch nicht verwenden dürfte...
     
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  9. Suse

    Suse Well-Known Member

    Ist das strenggenommen nicht etwas anderes als Arzt / Ärztin?
     
  10. Scherbengericht

    Scherbengericht Well-Known Member

    Blutegel?
     
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  11. Sentinel

    Sentinel Active Member

    Ich weiß es nicht. Mich persönlich lässt "ärztliches Fachpersonal" mit mehr Unklarheit zurück als Arzt/Ärztin, zusätzlich zur Abstraktionsarbeit im Kopf...
     
  12. Greifenklau

    Greifenklau Well-Known Member

    Quacksalber - Quacksalberin?
    Medizinmann - Medizinfrau?
    “Medizinfrau” habe ich noch nie gehört.
    Interessant ist für mich, dass bei manchen Begriffen es schon immer einen femininen Part gegeben hat, z. B. Hexer -> Hexe, Heiler -> Heilerin etc.
     
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  13. Endstille

    Endstille Active Member

    Ich musste auch direkt erstmal googlen. Eine Medizinfrau scheint wohl eher sowas wie eine kräuterkundige Schamanin zu sein :whistle:
     
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  14. Waba

    Waba Well-Known Member

    Eigentlich ist dieser Artikel mit dem ersten, fehlerhaft geschriebenen Satz bereits zu Ende:

    Das sogenannte «Gendern» ist heute gesellschaftlicher Nonsens.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. April 2021 um 00:14 Uhr
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  15. Manuela K.

    Manuela K. Well-Known Member

    (sic) Audi entwickelte nun einen seit 1. März 2021 geltenden 13-seitigen Leitfaden mit dem Titel „Vorsprung beginnt im Kopf“.
    Man hat sich dabei für den sogenannten „Gender Gap“ entschieden, den Unterstrich: „Audianer_innen“.
    Aber dem nicht genug: Der „Gender Gap“ soll auch für Pronomina verwendet werden, zum Beispiel „jede_r“ oder „der_die“. Außerdem gilt „Der Geschäftsführer“, „Der Fachmann“ oder „Der Vorstand“ als NO GO. Es soll heißen „Die Geschäftsführung“, „Die Fachkraft“ oder „Das Vorstandsmitglied“. Zudem empfiehlt Audi Partizipformen wie „Mitarbeitende“ und „Teilnehmende“ oder Relativsätze wie „Alle, die teilnehmen“. (sic)

    Quelle: Tichys Einblick, 11.4.2021
     
  16. Endstille

    Endstille Active Member

    Das Audi ... klingt doch toll :)
     
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  17. Suse

    Suse Well-Known Member

    Und aus derdiedasdem Audiogerät kommen dann die Klanken (Herman van Veen für "Klänge").
     
  18. Manuela K.

    Manuela K. Well-Known Member

    Am meisten freue ich mich über die Relativsätze. Damit kann man wirklich alles genderkonform relativieren. :LOL:
     
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  19. glucose

    glucose Well-Known Member

    So langsam wünsche ich mir, dass die Lesbarkeitsanalyse von Papyrus solche Konstruktionen tiefrot als unlesbar ankreidet.
     
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  20. Pamina22

    Pamina22 Well-Known Member

    Das würde die Leute, die davon überzeugt sind, auch nicht abschrecken. Wahrscheinlich würden sie das als eine frische, inspirierende Farbe ansehen - analog zu Loriots "frischem Steingrau"!
     
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