Kampftechniken

Dieses Thema im Forum "Recherche-Experten" wurde erstellt von Asandra Bruggs, 29. Januar 2020.

  1. Vouivre

    Vouivre Well-Known Member

    Von Helebarden inspirieren lassen und Fantasy-Dosenöffner für Rüstungen entwerfen.
     
  2. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Und warum nicht? Und in welcher Realität wird das nicht zsammengezählt? Wirsind ja nicht bei der Krankenkasse...
    In meiner Welt sind das 35 kg, die musste erstmal schleppen. Plus Waffe plus eingeschränktem Sichtfeld plus echt nicht orthopädischer Schuhe. Die Wendigkeit und die leichte Rüstung war letztendlich das, was die Hunnen etc. so erfolgreich machte. Sowohl zu Pferd als auch zu Fuss.
    Liebe NinaW, Dir zur freien Interpretation...
     
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  3. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Ich frag' mich immer, wie die das gezogen haben - ich bin sicher nicht schwächlich, aber 60 Pfund finde ich für einen guten Schuss vernünftig, 80 wird schon heftig ...
    Aber dafür habe ich auch noch heile Schulterblätter und nicht wie die ausgegrabenen Skelette innen völlig zerschabte ;-)
     
  4. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    In der, wo ich nicht unter einen Plattenpanzer noch Kette anziehe, sondern nur darum herum an den noch ungeschützten Stellen :)
     
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  5. Ulli

    Ulli Administrator Mitarbeiter

    Eigentlich Pferde, Geschwindigkeit, Schuss aus allen Lagen.
     
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  6. NinaW

    NinaW Well-Known Member

    Zusätzlich kann man natürlich auch bedenken, was den Ritterrüstungen den Tid gebracht hat. Das waren auf der einen Seite Kanonen, also echte Artillerie - kann auch magisch oder alchimistisch dargestellt werden. Auf der anderen Seite haben meines Wissens nach nur der Adel Vollplatte getragen und nur Adel durften gegen Adel kämpfen. Als dieser moralische Kodex wegfiel, fingen die normalen Soldaten an den Vollplattenträger gemeinsamen zu attackieren und da half ihm die Rüstung nicht mehr so viel.
    Fällt dieses hierarchische und Kodex-basierze System weg, setzt sich die Vollplatte gar nicht erst durch.
     
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  7. Vouivre

    Vouivre Well-Known Member

    Wo wir wieder bei der von nir zitierten Schlacht bei Morgarten wären ..
     
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  8. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Ich ja ein alter Westernreiter und ich weiss, was es heisst, sich auf einem Pferd zu bewegen, mit und ohne Sattel. Die Rüstungen der Hunnen oder Skythen oder Awaren waren leicht, eine Mischung aus Leder und Metall, die Helme waren für ein weites Sichtfeld konstruiert, die Waffen mit geringem Gewicht, Bogen, Säbel/Schwerter, Speere. Den guten alten Bidehander gab es in diesen Kulturen nicht. Der berühmte Schuss während eines Galopps in der Drehung nach hinten ist mit Beinplatten aus schwerem Metall nicht möglich. Mann, ist schon schwer mit der eigenen Rechthaberei klar zu kommen...
    Mann, jetzt googel ich mal diese Schlacht.
     
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  9. Bloodhound

    Bloodhound Well-Known Member

    Geht mir ganz genauso! Bei 60 Pfund war bei mir definitiv Schluss. Das machte bei mir recht schnell Aua in den Sehnen, auch im Ellbogen. Ich konnte zwar ein paar Runden damit recht sicher schießen, aber das dauerte dann nicht lang. Mit meinen 50 Pfundbögen habe ich wirklich lang hintereinander schießen können. Wir haben da privat (nicht im Verein) oft den ganzen Tag Wettkämpfe gemacht.

    Der Unterschied zu uns ist ganz sicher, dass die Schützen damals von Kindesbeinen an trainieren mussten und sich so über die Jahre an die starken Bögen herangetastet haben. Bogenschießen war ja zu der Zeit vom König erlassene Pflicht!
     
  10. Tintenteufelin

    Tintenteufelin Active Member

    Ob es den Tatsachen entspricht, weiß ich nicht, aber ich las einmal, dass Ritter schon in Pfützen ertrunken sein sollen, weil ihre Rüstungen so unbeweglich waren, dass sie bei einem Sturz mit dem Gesicht in eine Pfütze sich nicht mehr alleine aufrichten konnten.
    Ob das so stimmt?
     
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  11. Bloodhound

    Bloodhound Well-Known Member

    :LOL::ROFLMAO::p:D:eek: Muhaahaa! Sorry, aber das erinnert mich an die Ritter der Kokosnuss! :ROFLMAO::ROFLMAO::cry::confused::D;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2020
  12. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Während der Bauernkriege hier oben im Norden, ist ein Trupp schwer gepanzerter Ritter gen Dithmarschen gezogen, die sogenannte "Schwarze Garde". Die reichen, vollgefressenen Bauern sollen ruhig vor ihren Haubargen gesessen haben, um dann einfach nur die Abzugsgräben aufzumachen. Ist ja alles Schwemmland hier. Die Ritter sind alle abgesoffen.
    Der Held von Sylt, Pidder Lüng, hat den Amtmann von Tondern, Henning Pogwisch, der in voller Rüstung aufgetreten ist, in einem Topf dampfendem Grünkohls erstickt.
    "Der Amtmann von Tondern, Henning Pogwisch
    schlägt mit der Faust auf den Eichentisch.
    Heut fahre ich selber hinüber nach Sylt
    und hol mir mit eigner Hand Zins und Güld!"
    Lever duad as Slav!
    Ein Fischer killt einen Ritter mit Grünkohl! Das ist nun echt norddeutsch! Wir bringen die Leute mit unseren Nationalgerichten um...
    Aber Labskaus geht auch...
     
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  13. Tintenteufelin

    Tintenteufelin Active Member

    Die Zusammensetzung von Labskaus ist auch tödlich, für jeden Nicht-Norddeutschen ... würg *schnell wegduck :ROFLMAO:

    In Grünkohl ertränken hätte aber sicher Potential für den "Darwin Award": leider war es aber ein Mord, kein Selbstmord.
     
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  14. Vouivre

    Vouivre Well-Known Member

    Also grausamer als Grünkohl geht wahrscheinlich nimmer
     
  15. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Dann musst Du mal Labskaus testen. Oder Schnuten un Poten, Himmel und Erde oder Schwarzsauer.
     
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  16. Stolpervogel

    Stolpervogel Well-Known Member

    Das ist der Tolkien Twist des Norden.
    Satt "Kein Mann kann mich töten..." - *zack, die Frau killt den Kollegen* galt im Norden eben schon immer "Kein Schwert vermag meine Plattenrüstung zu durchbohren....", sagte er und bemerkte nicht, dass sich das Labskaus bereits in seinen Rückenpanzer ätze während Gandalf ungesehen in seinem Umhang schon den Kampf-Grünkohl blanchierte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2020
  17. Vouivre

    Vouivre Well-Known Member

    :sick:

    Soll ja dort oben Leute geben, die das freiwillig essen. Aber das ist wahrscheinlich irgendwie genetisch bedingt. Solche Sachen als Kampfmittel zu verwenden, müsste eigentlich in die Genfer Konvention aufgenommen werden.
     
  18. narratöör

    narratöör Well-Known Member

    Ist ein bisschen wie bei den Briten, denen fehlt ein Gen oder ein Enzym. Aber Pälzer Saumagen, bayrisches saures Lüngerl etc. ist nicht weniger gruselig. Genau betrachtet wiedern uns die Maden futternden Idigenen an, Waldi süss sauer ist auch nicht so meins, aber jede Kultur hat da ihre Spezialitäten. Reine Gewöhnungssache. Wir stopfen doch auch nur klein gehackte Viecher in Schweinea.....öcher und nennen es "Wurst".
    Und weiter wie immer mit üben, üben, üben...
    Liebe Asandra: Ich weiss, Thema verfehlt...
     
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  19. Doch Rosenkohl. Den als Waffe zu benutzen, würde gegen alle Menschenrechte verstoßen :sick:
     
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  20. Milar

    Milar Well-Known Member

    Gegner mit Rüstungen mit schweren Waffen (grosses Schwert, dicker Knüppel, Hellebarden, Lanzen, Morgenstern, Steinen, Baumstämmen, [Morgarten]) umwerfen oder vom Pferd stossen. Wenn sie am Boden liegen, kommt das Stilett zum Einsatz. Das ist eine Stichwaffe mit langer, dünner Klinge. Der Querschnitt ist drei- oder viereckig, wie eine Ahle. Mit diesem sticht man durch das Kettenhemd oder Lücken in der Rüstung. Unter dem Helm hindurch in den Hals, durch das Visier in die Augen und Hirn, von der Seite oder von der Lücke unter den Armen in Herz oder Lunge.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2020
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