Was und wie lest Ihr gerade?

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Lusmore, 8. Juni 2018.

  1. Asches

    Asches Active Member

    Annihilation: The Southern Reach Trilogy.
    Ich glaube nicht, dass es mittlerweile auch eine deutsche Übersetzung davon gibt,
    aber eine Netflix-Verfilmung haben sie gemacht :ROFLMAO: - die ist auch ganz solide.
    Annihilation hat eine schöne Art einen mitten hinein in eine Welt zu werfen, deren Regeln man genau so wenig versteht wie die bedauernswerten Protagonisten selbst. Alles ist durchtränkt von diesem subtilen Horror, organisch und fast lovecraftian.
     
    Buchling, Milar und Lusmore gefällt das.
  2. skjald

    skjald Active Member



    Doch, doch. Sogar noch im selben Jahr wie das Original (2014) unter dem Titel "Auslöschung" erschienen :)
     
    Milar und Asches gefällt das.
  3. Asches

    Asches Active Member

    Danke Dir für den Hinweis! Das muss ich dann gleich mal meiner Mutter weiterleiten, sie liest lieber deutschsprachig und hat darauf gehofft. (y)
     
  4. Lusmore

    Lusmore Well-Known Member

    Cool, das klingt gut, danke für den Tipp.
     
    Asches gefällt das.
  5. Manuela K.

    Manuela K. Well-Known Member

    Das finstere Tal
    Ein Roman des bayrischen Autors Thomas Willmann, verfilmt von Andreas Prochaska 2014, der sich eng an der literarischen Vorlage orientierte. Der wesentlichste Unterschied: Im Buch ist der Fremde ein Landschaftsmaler und kein Fotograf. Willmann nennt es eine experimentelle Verbindung von alpenländischer Kulisse a la Ludwig Ganghofer mit Sergio Leones Westernatmosphäre.
    Dargebracht in teils gewundener Sprache, manchmal zu langatmig, aber durchaus lesenswert.
     
    Milar und Pferdefrau gefällt das.
  6. Thorkle

    Thorkle Member

    Brent Weeks 'Düsterer Ruhm' - fünftes Buch der Licht-Saga
     
  7. Maxe

    Maxe Active Member

    Beastars von Paru Itagaki
    Es geht um eine Parallelgesellschaft, in der anthropomorphe Tiere als Pflanzen- und Fleischfresser zusammenleben müssen. Als an einer Schule ein Mord an einem Pflanzenfresser passiert, wird das Konstrukt über den Haufen geworfen.

    Sehr interessantes Konzept, vor alle, weil die Mangaka ihre eigene Welt erkundet und das merkt man. Als Beispiel: Fleischfresser fressen Fleischersatzprodukte, aber es gibt einen Schwarzmarkt für echtes Pflanzenfresser-Fleisch. Sehr zu empfehlen für Leute, die gerne gesellschaftliche Strukturen erkunden wollen.
     
  8. Suse

    Suse Well-Known Member

    Tess Gerritsen: Der Meister

    Es geht um eine Leiche, die in einem heißen Sommer in Boston gefunden wird. Das Buch hat einen Prolog.
    Der 1. Satz des 1. Kapitels beginnt mit einem einfachen Satz, der sofort Bilder im Kopf erzeugt, obwohl er nur eine einzige Information liefert.
    "Die Fliegen waren schon zur Stelle."

    Edit, 30.04.21: Bin jetzt in der Hälfte. Bisher gibt es 8 Leichen und 1 vermisste Person. Das Buch hat es in sich. Bei Tess sollte man immer daran denken, dass sie sich in der Pathologie auskennt. Ist schon recht heftig und spannend, mit klar definierten Charakteren.

    Edit, 02.05.21: 15 (?) Leichen. Spannend bis zum Ende. Im letzten Drittel unnötige Wiederholungen, was dem Gesamtwerk allerdings keinen Abbruch tut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2021
  9. skjald

    skjald Active Member

    Erinnert an die ersten Sätze von Simon Becketts "Die Chemie des Todes" :)
     
    Milar gefällt das.
  10. Lusmore

    Lusmore Well-Known Member

    Susanne Kowalsky : Sluga - Immer für dich da.

    Ein tolles Buch, muss jetzt unbedingt weiterlesen! ;)
     
  11. Tania

    Tania New Member

    Moin,

    zur Zeit lese ich die Grisha-Reihe von Leigh Bardugo. Nachdem ich 2019 die Krähen verschlungen hatte und gerade die (nicht empfehlenswerte) Serie bei Netflix läuft, und ich Urlaub habe, dachte ich, es wäre an der Zeit. Kurz vor Ende des dritten Buches kann ich auch diese Schmöker empfehlen.

    Mein Lebenslesehighlight hatte ich vor zwei Monaten: Die Bücherdiebin! Kennt wahrscheinlich eh schon jeder, aber falls nicht ... Mensch, was hat mich dieses Buch beeindruckt. Die Schreibweise aus Sicht des Todes ist überragend ( man mag den am Ende ... total verrückt), das Setting ist grandios und die einzelnen Charaktere sind mir so dermaßen ans Herz gewachsen, dass ... also, auf jeden Fall hatte ich eine kleine Post-Buch-Depression und die Geschichte hat laaaangeeee nachgehallt. Tolles Buch (y)

    Sonnige Grüße aus München
    Tania
     
    Yoro, Pferdefrau, Milar und 2 anderen gefällt das.
  12. Lusmore

    Lusmore Well-Known Member

    Die Krähen waren grandios, die Grishas muss ich mir auch noch vornehmen. Die Serie, die ersten zwei Folgen, fand ich, da ich die Bücher noch nicht kenne gar nicht mal so schlecht, aber die Bücher kommen auch bald dran. Ich hatte letztes Jahr mit dem Rad der Zeit wieder angefangen, aber mir geht die Luft aus. DAs Rad kann sich ja weiterdrehen, aber ich brauche eine Pause.

    Die Bücherdiebin habe ich mir notiert, ich kenne die noch nicht.

    Gruß aus Hamburg
    Lusmore
     
  13. Friese

    Friese Member

    Ich habe gerade "die Chroniken von Alice - Die Schwarze Königin" gelesen. Ich habe auch vor ein paar Wochen mal den Vorgänger "Finsternis im Wunderland" gelesen. Beides von Christina Henry. Haben mir beide gut gefallen. Gerade Finsternis im Wunderland fand ich cool. Ziemlich abgedreht, nicht so arg blutig, aber eine Art zu schreiben, die mich direkt reingezogen hat. Ich mag aber auch solche Bücher. Ich glaube, ich werde mir irgendwann auch noch die Kurzgeschichten zu Alice holen. Mal gucken, ob sie das in der Kurzform auch so gut kann. :)
     
    Milar und Lusmore gefällt das.
  14. Suse

    Suse Well-Known Member

    Der Andere - Ralf T. Franzen, Softcover

    Eigenwillig. Aber passend zum Titel mal etwas Anderes. Ein Buch, das unterhält, amüsiert und überrascht. Was will man mehr?
    Ich hab's an einem Tag gelesen. Es hat Spaß gemacht!
     
    Stolpervogel, Pferdefrau, Milar und 2 anderen gefällt das.
  15. Pferdefrau

    Pferdefrau Well-Known Member

    Gerade gelesen:

    Greenlights von Matthew McConaughey
    Ein sehr lesenswertes Buch über einen Jungen aus einfachen Verhältnissen, der zuerst Jura studierte, um Anwalt zu werden und der dann durch Zufall zur Schauspielerei kam.
    Eine schonungslose, gnadenlos ehrliche Geschichte über das Abenteuer, das sich Leben nennt. Sehr zu empfehlen.

    Sluga - Immer für dich da, habe ich mit großen Interesse gelesen. Ein interessantes Thema und ein gruseliges zugleich.

    Der Andere, wie schon beim letzten Mal überraschend anders und lustig.

    Gerade angefangen:
    Americanah, liest sich gut, man kommt gut in die Geschichte rein.
    Es zählt zu einem der besten Bücher der letzten Jahre, wird als Weltroman bezeichnet, und ja, auch in diesem Buch beginnen viele Sätze mit „und“ und „als“.
    Soviel zum Thema (vermeintlich) schlechter Stil und Alzheimer.
    Ich finde es bescheuert, dass eine Krankheit dafür herhalten muss, um schlechten Stil kenntlich zu machen.
    Vielleicht bin ich ja auf dem Holzweg, aber mich stört es nicht, wenn Sätze so beginnen.
     
    Milar, Isabel, Stolpervogel und 2 anderen gefällt das.
  16. Suse

    Suse Well-Known Member

    Mich auch nicht.
     
    Isabel und Pferdefrau gefällt das.
  17. Yoro

    Yoro Well-Known Member

    Kann ich sehr gut nachfühlen, für Das Rad der Zeit braucht man Durchhaltevermögen. Ich weiß gar nicht, in welchem Band ich steckengeblieben bin.
     
    Milar, Lusmore und Stolpervogel gefällt das.
  18. Suse

    Suse Well-Known Member

    Catrina Seiler - Alpaka 66
    Ich bin jetzt etwa in der Mitte angekommen. Gekauft hatte ich mir das Buch weil ich a) das Cover so niedlich fand und b) die Idee außergewöhnlich ist, einen Loser mit einem Alpaka durch die Gegend zu schicken.
    Leider kann mich das Buch bisher nicht überzeugen. In erster Linie sind die vielen mit "und" verknüpften Sätze daran schuld sowie die ständigen, inhaltlichen Wiederholungen, die sich vermutlich bis zum Ende durchziehen.

    Edit, 10.05.21: Ich bin durch. Mir wurde seichte Unterhaltung versprochen. Gut. Passt. Die Geschichte ist ganz nett.
    Es werden viele Stränge angelegt, die am Ende gekonnt zusammengeführt werden. Dennoch. 3427 mal das Wort "und" (gezählt von meinem Tolino) bei einem Taschenbuch von 380 Seiten sind einfach zu viel.
    Ich würde dem Buch einen Daumen zur Seite geben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Mai 2021 um 19:51 Uhr
    Milar gefällt das.
  19. Asches

    Asches Active Member

    Ich habe mal Jugendlektüre dazwischen geschoben...

    Turtles All the Way Down von John Green


    In Turtles All the Way Down / Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken leidet die jugendliche Protagonistin Aza unter einer Zwangsstörung - damit hat der Autor selbst auch Erfahrungen. Es schafft es aber nicht nur die Angstzustände realistisch darzustellen, er geht auch unverblümt auf das Empfinden ihres Umfeldes ein. Zeigt nichts geschönt, sondern thematisiert die Probleme für Familie und Freunde, aber eben auch wahren Rückhalt.
    John erzählt eine interessante Geschichte, ohne die Realität der Krankheit aus Spannungsgründen zu überziehen oder zu schönen.


    In letzter Zeit beschäftige ich mich mehr mit der Darstellung psychischer Erkrankungen und dem Konzept und der Verantwortung gegenüber einer zweiten Leserschaft, beim Schreiben selbiger. Es gibt eine nicht direkt betroffene Leserschaft, aber eben auch die direkt betroffener Leser.
    Wie sensibel das sein kann zeigt sich vor allem bei Verfilmungen mit großer Reichweite. 13 Reasons Why von Jay Asher hat zu einem drastischen Anstieg versuchter und gelungener Suizide unter von Depression betroffenen Jugendlichen geführt, Private James Ryan zu einem unter an PTSD erkrankten Veteranen. 13 Reasons Why hatte diesen Effekt nicht zuletzt wegen der gelungenen Rache der Protagonistin, dem Fakt, dass nie wirklich scheint als sei sie weg... das macht zwar vielleicht eine erfolgreiche Geschichte, zeichnet aber auch ein gefährlich, verlockendes Bild eines "Effektes über den Tod hinaus".
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Mai 2021 um 09:57 Uhr
    Milar und Endstille gefällt das.
  20. Pferdefrau

    Pferdefrau Well-Known Member

    Kurzer Zwischenstand:
    Das Buch besitzt eine wunderbare Leichtigkeit und gleichwohl eine sehr emotionale Tiefe. Wunderbare Sätze, die berühren und die ich mehrmals gelesen habe, weil sie so schön sind. Man taucht in die Szenen ein, hat alles bis ins Detail vor Augen. Bin gespannt, wie es weitergeht ...
     
    Milar gefällt das.